©M.Pastore
Zehra Çirak
Deutschland / Writer in Residence / Ateliergast Dezember
Geboren in Istanbul, kommt Zehra Çirak im Alter von drei Jahren nach Deutschland. Von 1982 bis zu seinem Tod 2014 lebt und arbeitet die vielfach ausgezeichnete Autorin zahlreicher Lyrik-, Kurzprosa- und Prosa­miniatur-Bände mit dem Objektkünstler Jürgen Walter zusammen.

"Zehra Çıraks Gedichte oder Prosaminiaturen stehen mit seinen Objekten und Collagen auf die ein oder andere Weise in einem intensiven Dialog (...): Nie sind diese Texte illustrativ, immer ergibt sich ein Mehrwert durch die Einführung der Ebene Sprache. (...) Zehra Çırak liebt das Knappe, die kurze Form, Paradoxes, Groteskes, überraschenden Tiefsinn, den Wortwitz.", so die Schriftstellerin Tanja Dückers in einem Porträt (Goethe-Institut 2016), bevor sie Çirak im O-Ton zitiert: "Das Leben in Deutschland, das Türkisch-Sein, darüber habe ich nie geschrieben, war überhaupt gar nicht mein Thema und wurde es auch später nicht, das wurde immer nur von außen an mich herangetragen", sagt sie und seufzt. Überhaupt störe sie das Denken in nationalen Kategorien. Sie kontert in einem Gedicht mit der knappen Sentenz: "Das Salz kennt kein Nationalgericht".
Lesung

3. Dezember
im Rahmen der Veranstaltung Dichter im Fokus: Ovid