©S.Schleyer,M.Milenkovic,L.Szilágyi,N.Jakub
Das Band des Wassers
Donnerstag, 24. September 2020
DONAU - Menschen, Schätze & Kulturen. Vom Schwarzen Meer zur Schallaburg so lautet das Motto der Ausstellung 2020 auf der Schallaburg.

"Außergewöhnliche Begegnungen mit Menschen, eindrucksvolle Landschaften und größtenteils noch nie in Österreich gezeigte Exponate verschmelzen dabei zu jenem bunten Mosaik, das den Charakter des Donauraums bis heute so faszinierend macht. Kein Fluss der Welt verbindet so viele unterschiedliche Länder, Sprachen und Mentalitäten wie die Donau." (Text: Schallaburg)

Und immer ist dieser besondere Fluss eine Inspiration für Künstler*innen, für die Literatur. So auch für Karl-Markus Gauß und Christian Thanhäuser, die bei Haymon (2009) den Band Die Donau hinab vorlegen: ein bebildertes Donaualphabet.

Zu einer eindrucksvollen Reise auf dem Fluss, der sich trotz aller Regulierung niemals ganz zähmen lässt, laden die Schallaburg und das Literaturhaus NÖ - zu einem Donauwalzer der speziellen Art. Es lesen und sprechen mit Moderator Klaus Zeyringer die Autor*innen Juri Andruchowytsch, Dragan Velikić, Noémi Kiss, Michal Hvorecky und Karl-Markus Gauß. Special Guest: István Kemény.



Donau - so schlicht und allen Assoziationen freien Raum lassend, lautet der Titel der Publikation (Edition Aramo 2020), in der vier Autor*innen über ihr individuelles Verhältnis zur Donau schreiben.

Noémi Kiss (Ungarn)
Ein paar Hunde streunten umher, ein Reiher und ein Kormoran wateten anmutig durch das eiskalte Wasser. Ihr fettiges Federkleid glänzte von weitem, als sie in der Bucht auf dem Wasser schaukelten.
(Donau, Edition Aramo 2020)

Michal Hvorecky (Slowakei)
Die Donau war mir zu einem Rätsel geworden, auch ich ihr, wir standen uns gegenüber, sahen uns erstaunt an, erkannten uns nicht wieder und verstanden uns nicht mehr.
(Donau, Edition Aramo 2020)

Karl-Markus Gauß (Österreich)
Auch das macht die Donau vermutlich einzigartig unter den Flüssen, dass ihre Kilometer-Zählung beginnt, wo der Fluss endet und sich im Meer verliert.
(Die Donau hinab, Haymon 2009)

Dragan Velikić (Serbien)
Als Kind erlebte ich die Donau wie ein Filmband. (...) Ich dachte, alles, was sich an den Ufern abspielte, würde aufgezeichnet und anschließend in den Tiefen des Flusses archiviert.
(Donau, Edition Aramo 2020)

Juri Andruchowytsch (Ukraine)
Die Donau ist nicht nur eine der Wasserarterien Europas. Geographisch ist diese Arterie sehr signifikant, denn sie ist eine zutiefst zentraleuropäische Arterie.
(Donau, Edition Aramo 2020)

LESUNG & GESPRÄCH

Literaturhaus NÖ
Steiner Landstraße 3
3504 Stein/Krems
BEGINN: 19.00 Uhr
EINTRITT: 12,- / ermäßigt 10,-
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Eine Kooperationsveranstaltung von Schallaburg & Literaturhaus NÖ