©M.Marnul,D.Klemencic,B.Riegels
100 Jahre Republik - 100 x Österreich
DONNERSTAG, 18. OKTOBER 2018
mit Lydia Mischkulnig & Anton Pelinka & Heinrich Steinfest
Moderation Klaus Zeyringer

100 x Österreich. Neue Essays aus Literatur und Wissenschaft - das ist der Titel, den die Heraus­geberInnen Monika Sommer, Heidemarie Uhl und Klaus Zeyringer im Auftrag des Hauses der Geschichte ediert haben.

Soeben ist der Band bei Kremayr & Scheriau erschienen und fächert ein Jahrhundertpanorama auf: "Die Republik feiert ihren 100. Geburtstag - und das Haus der Geschichte Österreich eröffnet als neues zeitgeschichtliches Museum am Heldenplatz. (...) Die HerausgeberInnen haben SchriftstellerInnen und WissenschafterInnen eingeladen, Einblick in ihre Beobachtungen über die Verfasstheit Österreichs zu geben. Entstanden ist (...) eine vielschichtige Zeitdiagnose, die präzise und prägnant, aber auch mit Witz und Ironie Österreichs Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beleuchtet." (Verlagstext)

Mit den BeiträgerInnen Lydia Mischkulnig, Anton Pelinka und Heinrich Steinfest spricht Co-Herausgeber Klaus Zeyringer, die AutorInnen lesen aus ihren Texten.

Auch das Frauenwahlrecht in Österreich besteht seit einem Jahrhundert. In der Literaturedition NÖ "versammelt die Anthologie Frauen.Wahl.Recht literarische und essayistische Texte in beglückender Vielfalt von Schriftstellerinnen unterschied­licher Generationen aus Niederösterreich. (...) Den Texten ist eine historische Bestandsaufnahme von Corinna Oesch vorangestellt, und von den Beiträgen inspirierte fotografische Miniaturen durchziehen die Anthologie." (Verlagstext)


Lydia Mischkulnig ist eine der unkonventionellsten Literatinnen Österreichs und wurde zuletzt mit dem Veza-Canetti-Preis 2017 ausgezeichnet; jüngste Publika­tion: Die Paradiesmaschine, Haymon 2016.

Die Einigung zur Gleichschaltung wird durch Abschottung ermöglicht und erzeugt. Was ergibt sich daraus? Ordnungssuchende neonationale Liberale? Dagegen lautet die Parole: Leck mich 'm Arsch. (Lydia Mischkulnig)


Anton Pelinka zählt zu den bekanntesten Politologen des Landes; zuletzt ausgezeichnet mit dem Bruno-Kreisky-Preis 2015 für das politische Buch / das publizistische Gesamtwerk; jüngste Publikation: Die gescheiterte Republik. Kultur und Politik in Österreich 1918-1938, Böhlau 2017.

Konkordanzdemokratie beschreibt eine Form der Demokratie mit reduzierter Bedeutung der Konkurrenz um Wählerstimmen. Unbeschadet dessen, dass der Wettbewerb um Stimmen zwischen zwei oder mehreren Parteien auch in einer Konkordanzdemokratie einen zentralen Stellenwert hat, wird in einer Konkordanzdemokratie die Bedeutung eines Wahlsieges relativiert. (Anton Pelinka)


Heinrich Steinfest ist bildender Künstler und genialer Roman­cier / Krimiautor; zuletzt ausgezeichnet mit dem Bayrischen Buchpreis 2016 für Das Leben und Sterben der Flugzeuge, Piper 2016; jüngste Publikation: Die Büglerin, Piper 2018.

Am Würstelstand neigen die Menschen dazu, in die Zukunft schauen zu können. Sie erahnen all die Dinge, die noch kommen werden, aber auch jene Dinge, die zwar nicht wirklich eintreten, vielleicht aber in einer österrei­chischen Parallelwelt. Am Würstelstand hatten schon sehr früh viele Leute behauptet, dass Jörg Haider einmal Bundeskanzler von Österreich werden würde. (Heinrich Steinfest)



ORT:
Literaturhaus NÖ
Steiner Landstraße 3
3504 Stein/Krems
BEGINN: 19 Uhr
EINTRITT: 12,- / ermäßigt 10,-
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